„ ... Warum geben Sie sich mit mir ab, ich bin doch nur noch eine halbe Person ...“

Motivation
Bereits zu den Großeltern hatte ich ein inniges Verhältnis, der Wunsch, mit älteren Menschen zusammen zu sein hat in dieser Zeit begonnen zu wachsen. Während der Schulzeit in Salzburg habe ich eine ältere, desorientierte Dame wöchentlich besucht. Auch auf der Uni waren Senioren-Studenten wertvolle Freunde und Informanten zu zeitgeschichtlichen Themen. Ich habe große Achtung vor Persönlichkeiten und Biografien und Respekt, wie Menschen im Alter mit den Veränderungen und Herausforderungen umgehen.

Menschenbild
Jeder Mensch ist eine einzigartige und wertvolle Persönlichkeit. Ich nehme die Person und ihre Persönlichkeitspotenziale in den Blick und nicht die Einschränkungen. Ehrlich, einfühlsam, gegenwärtig in Beziehung treten - auf den unterschiedlichen kognitiven, emotionalen und sozialen Ebenen, ist die Basis meiner Tätigkeit. Es geht mir um ein würdevolles Menschensein und Leben im Alter mit möglichst umfassender Selbstbestimmung.

Methode
Ich trete mit Menschen ganzheitlich in Beziehung und baue Vertrauen auf, ich bin präsent, bestätige, assistiere, begleite und unterstütze beim Leben im Alter mit und ohne kognitive Einschränkungen, bis hin zu Sterbebegleitung. Ich stärke Personen in herausfordernden Zeiten durch kompetente, verlässliche und achtsame Anteilnahme, damit sie sich möglichst nachhaltig und lange weiterhin als eigenständige Person erleben und auch so wahrgenommen werden. Ich fördere die Lebensbejahung durch den Blick auf die Potenziale und Ressourcen. Die phasenweise unterschiedlichen Bedürfnisse und Gefühle erkenne und bestätigte ich.

 

Haltung und Begrifflichkeit: Assistenz, Begleitung, Betreuung und Pflege

Assistenz – Menschen mit Vergesslichkeit brauchen maximal Assistenz, um ihre Leben selbstständig und eigenverantwortlich zu führen.

Begleitung – Menschen mit einer Desorientierung oder demenziellen Veränderung im Anfangsstadium können mit Begleitung die eigenen Termine, gewohnte Aktivitäten und Hobbies wahrnehmen.

Betreuung – Menschen mit weitreichenderen kognitiven Veränderungen brauchen Betreuung, um sicher und geborgen zu sein.

Pflege – Erst bei körperlichen Einschränkungen bedarf es der gesundheitlichen Versorgung und auch dabei ist die Eigenständigkeit, zu wahren und mit Gefühlen achtsam umzugehen, der Mensch als Ganzes zu pflegen. Die unterschiedlichen Formen der Beziehung erfolgen alle aus der respektvollen validierenden Haltung heraus.

 

Zielgruppe
Betroffene (MMV, MKE), An- & Zugehörige, KollegeInnen, Freunde, Vorgesetzte/HR Abteilungen, Menschen in sozialen und pflegenden Berufen, ehrenamtliche Tätige, Entscheidungsträger wie PolitikerInnen und Kommunen.


Demenzbetreeung Monika Kripp