Was ist Validation®?

Naomi Feil hat eine Kommunikationsmethode und Umgangsform entwickelt, um mit sehr alten mangelhaft orientierten und desorientierten Menschen in Beziehung zu treten und in Kontakt zu bleiben.

Die Ursachen für eine Desorientierung werden umfassend gesehen und nicht auf die Abbauprozesse im Gehirn reduziert.

Es spielt eine Rolle welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen um mit den Herausforderungen eines langen Lebens umzugehen: der Umgang mit Verlusten, unterdrückte Gefühle, nicht aufgearbeitete Traumatisierungen, unbewältigte Lebensaufgaben und nicht gelöste Konflikte können oft schon eine Jahrzehnte dauernde Belastung sein.

Im Alter wächst zum einen das Bedürfnis, die losen Enden des eigenen Lebens zu verknüpfen, zum anderen lässt das Kurzzeitgedächtnis nach, dafür sind Inhalte des Langzeitgedächtnisses und die damit verbundenen Gefühle präsenter, auch die belastenden. Jetzt werden diese starken Gefühle ausgedrückt und das Umfeld kann von dem veränderten Verhalten vor den Kopf gestoßen werden, oder fühlt sich womöglich durch Beschuldigungen verunsichert oder ist gekränkt.

Jetzt brauchen diese in der „Phase der Aufarbeitung“ befindlichen Menschen einfühlsames, nicht-wertendes Zuhören, die bedingungslose Akzeptanz ihres So-Seins und das Verständnis für veränderte und teilweise befremdliche Ausdrucksweisen. Dadurch wird die Würde der betroffenen Personen gewahrt und eine Begegnung jenseits von Streit und Rückzug möglich.


Was kann Validation® erreichen?

  • Durch den Ausdruck von Gefühlen und das Eingehen auf Bedürfnisse den Zustand stabilisieren
  • Die Beziehung durch mehr Verständnis verbessern
  • Verändertes und belastendes Verhalten eingrenzen
  • Selbstwert und soziale Kontrolle stärken

Für wen ist Validation® geeignet?

Für desorientierte, über 80 Jährige Menschen ohne psychiatrische Erkrankung. Es gibt viele sehr alte Menschen, die auf Validation positiv reagieren. Einige körperliche Erkrankungen stehen einer erfolgreichen Validation im Wege – dies gilt es im Einzelfall und in einem Gespräch zu klären.


Demenzbetreeung Monika Kripp